Gemeinsam neues entwickeln

Sicherheitskonferenz der ZNS-Hannelore Kohl Stiftung

          

                    Schädel-Hirn-Trauma (SHT) – Ursache für eine Behinderung!


Der Ambulante BetreuungsDienst im Dialog.

 

Die Arbeit in der Behindertenhilfe erfordert von den Trägern der Leistungserbringer ein hohes Maß an individuellen Angeboten. Bei der Vielfältigkeit der einzelnen Hilfebedarfe ist es entscheidend, immer wieder auf die Individualität der einzelnen Klienten, sowie auf deren unterschiedlichen Betreuungsbedarf einzugehen. Es ist unsere Aufgabe Nachteilsausgleiche für Menschen mit Behinderung umzusetzen und für die Menschen Teilhabe zu ermöglichen.

 

Die gesellschaftliche Integration bzw. Inklusion sowie Maßnahmen zur Rehabilitation von Personen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind umfassen die bekannten Kernbereiche der Behindertenhilfe.

 

Doch auch die Prävention ist ein Teil unserer Arbeit. Das Schädel-Hirn-Trauma ist die häufigste Ursache für Tod oder Behinderung bei jungen Erwachsenen. Patienten leiden an psychosozialen Einschränkungen, körperlichen und geistigen Behinderungen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Müdigkeitssyndrom, Depression und Angststörungen, sozialer Isolation, Libidostörungen und sie sind in der Regel arbeitsunfähig.

 

„Behindert ist man nicht – Behindert wird man“. Gesellschaftliche Barrieren z.B. Einschränkungen in der Wunsch- und Wahlfreiheit und Vorurteile sind wesendliche Aspekte, die einem Menschen ein soziales Miteinander erheblich erschweren. Positionen im Freundeskreis wirken als Barrieren z.B. im Bereich der Unfallprävention - Helm tragen oder anschnallen im Auto ist uncool. Die Folge hieraus ist oft ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT).

 

Ein Schädel-Hirn-Trauma wird durch äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf verursacht. Die Folge ist eine tatsächliche Verletzung des Gehirnes, es kann aber auch verzögert zu einer Gehirnblutung oder einer Hirnschwellung kommen, die das Gehirn schädigt. Deutschland hat ca. 82.117.000 Einwohner. Nach der Hannover-Münster-Studie der medizinischen Hochschule Hannover zur Schädel-Hirnverletzung aus dem Jahr 2001 kommt es zu ca. 273.000 Schädel-Hirn Verletzungen pro Jahr. Bei 200.000 bedarf es einer stationären Aufnahme und 30.000 Menschen müssen intensiv behandelt werden.


Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems unterhält einen Beratungs- und Informationsdienst für Schädelhirnverletzte und deren Angehörige, unterstützt bei der Suche nach geeigneten Rehabilitationseinrichtungen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation. Sie engagiert sich in der Präventionsarbeit für Unfallverhütung.

 

Auf Initiative der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung diskutierten am 11. und 12. September 2008 ausgewiesene Experten der Medizin, Unfallforschung, Kommunikation, Behindertenhilfe und Automobilindustrie im ADAC Technik Zentrum Landsberg über Maßnahmen für die Prävention und Versorgung von Schädelhirnverletzungen.

 

Professor Dr. Dr. Klaus Mayer, ärztliches Vorstands- und Gründungsmitglied der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung: „Die Zusammenarbeit aller Betroffenen, ob Arzt oder Kommunikationswissenschaftler, bietet uns die Möglichkeit, die Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen. Ein Präventionsplakat setzt beispielsweise da an, wo Mahnungen seitens der Experten über die Verwendung von Schutzhelmen vielleicht keine Wirkung mehr haben.“
 

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